Bis vor rund 2 Jahrzehnte war die Sache klar. Wer Meinungsbildend sein wollte, konnte diese nur dann erreichen wenn die entsprechende Mittel vorhanden waren. Da es damals meist nur über Print (Zeitschriften, Zeitungen) oder über Fernsehen oder Radio möglich war eine breite Masse anzusprechen, konnten dies nur wirklich finanzkräftige überhaupt in Angriff nehmen. Einzelne Personen ohne ein entsprechende Background war dies nicht möglich – egal wie gut ihre Botschaft auch war. Inzwischen sieht die Medien Landschaft anders aus. Jetzt kann praktisch jeder seine Meinung, Stellungen und auch Themen eine breiten Publikum vorstellen. Vorteil hierbei, die Kosten um dies zu ermöglichen sind sehr überschaubar. Schon ab ein paar Euro im Monat geht es los. Diese Wandel ist auch ein Ärgernis der großen bisherige Medien Player. Schließlich waren die es gewohnt über viele Jahrzehnte als beinahe alleinige Macht in diesen Bereich zu sein
Die Auswirkungen haben die Bestands Player inzwischen schmerzlich erleben müssen
Ihr Anzeigengeschäft ist beinahe zum erliegen gekommen. Neben den massiven Abzug von Werbekunden, haben vor allen die Zeitungen damit zu kämpfen dass, es nur noch wenige private Anzeigen gibt. Vor ein paar Jahren war man als privat Person gezwungen eine oft teurer Anzeige aufzugeben. Inzwischen erledigt man dies meist auch noch kostenlos und mit große Reichweite übers Internet.
Aber auch im Bereich lokale und regionale Berichterstattung hat das Internet schon viel erreicht. In die kommenden Jahren wird dies noch zunehmen. Die oft nur halbherzige Versuche der bisherige Verlage auch eine Online Präsenz zu erstellen sind oft nichts ganzes und nicht halbes.
Viel zu oft sind dies nämlich nur schnell und billig zusammengestellte Seiten ohne wirklichen lesenswerten Mehrwert. Hinzu kommt noch dass, viele Verlage versuchen ihre bisherigen Abo Geschäft über den Umweg von Online Abos für diese Präsenzen zu kompensieren. Dies wird aber von den Lesern kaum angenommen und schon schimpfen die Verlage von kostenlose Mentalität im Internet und den sterben vom Qualitäts Journalismus,
Beide Vorwürfe stimmen aber nicht. Zu einem wären die meisten Online Leser durchaus bereit ein bestimmten überschaubaren Betrag zu entrichten. Einzige Voraussetzung es muss sich um wirklich wertvolle Inhalte handeln. Seit aber die meisten Lokalredaktionen nur noch auf Sparflamme betrieben werden und viele Meldungen nur eins zu eins von den Agenturen übernommen werden ist vom wirkliche Qualität kaum mehr was erkennbar.
Dass, ist der wahre Grund warum Print am absteigende Ast ist und nicht das jeder Internet Nutzer alles nur noch kostenlos will!
Da hier geschlafen wurde, ist eine neue Möglichkeit eröffnet worden. Jeder kann mit geringen Mittel, eigenen Einsatz und ein nötigen Portion an Leidenschaft in diese Lücke vorstoßen und mit etwas Geschick durchaus erfolgreich sein.
Dann schlägt auch die Stunde von Lieschen Müller 🙂